Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung verabschiedete den Präsidenten des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung Detlev Petry mit einer feierlichen Serenade in den Ruhestand
Koblenz, 09/30/2008.

Am Montag, den
An der Feierstunde nahmen geladene Gäste aus Parlament, Kommunen und der Region teil sowie aus dem Bereich des Militärs und der Rüstungsindustrie. Ihre Grußworte entrichteten Herr Konsul Friedrich Lürßen, Vorsitzender des Ausschusses Verteidigungswirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sowie Frau Regierungsoberamtsrätin Susanne Genss, Vorsitzende des örtlichen Personalrats beim BWB.

Der Verteidigungsminister dankte Petry in seiner Rede für die der Bundesrepublik Deutschland und der Bundeswehr geleisteten Dienste. Er würdigte Petry als gestandenen Manager und energischen Mann der Tat, der gleichwohl kooperativ und kommunikativ die Dinge anpackt. Mit seiner Erfahrung, Kreativität und ständigem Interesse für Neues hat er dem BWB seinen Stempel aufgedrückt. Ebenfalls betonte Dr. Jung, dass sich die Aufgabenwahrnehmung durch das BWB als Bewerter und Beschaffer von Rüstungsgütern und Dienstleistungen unmittelbar auf die Auftragserfüllung unserer Soldatinnen und Soldaten auswirkt. Somit leistet das BWB einen entscheidenden Beitrag, damit die Bundeswehr die sicherheitspolitischen Verpflichtungen Deutschlands als NATO- und EU-Partner erfüllen kann.
Präsident Detlev Petry dankte in seiner Abschlussrede den vielen Wegbegleitern, die ihn während seiner Zeit als Präsident unterstützt haben. Er betonte, dass seine Amtszeit überwiegend durch organisatorische Umgestaltungen und Personalabbau geprägt gewesen sei. Während seiner Amtszeit war der Personalbestand bei nahezu gleichbleibenden Aufgaben von 14.500 auf 9.500 zurückgeführt worden. Umso mehr erfülle es ihn mit Stolz, dass seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotz des ansteigenden Drucks und der gestiegenen Anforderungen immer den richtigen Weg fanden zwischen der schnellen Beschaffung modernsten Wehrmaterials und der überlebensnotwendigen Prüfung dieses Materials auf Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit. Auf sein Amt bezogen zitierte Präsident Petry aus einer Rede des ehemaligen Verteidigungsministers Franz-Josef Strauß, der bereits in den 1950er Jahren die besondere Situation des „Leiters der Beschaffungsstelle in Koblenz“ treffend charakterisierte. Er sei einer der ärmsten Bürger der Republik. Denn er könne all die Wünsche, Aufträge und Interventionen, die an ihn von den verschiedensten Stellen herangetragen würden, nur bewältigen, wenn er sich auf den „strengen Bestimmungsstandpunkt zurückzieht und ihn chemisch reinzuhalten versucht“.

Anschließend nahm er an der Seite des Verteidigungsministers die Serenade entgegen. Das Musikkorps der Bundeswehr Siegburg präsentierte hierzu in feierlicher Atmosphäre vor dem Saal des Heeres drei Musikstücke. Neben dem Marsch „Frei Weg!“ von Carl Latann und der Ouvertüre der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel brachte Petry mit der abschließenden musikalischen Darbietung – dem Schängellied, vorgetragen durch Gerd Kesseler – seine Verbundenheit zur Stadt und Region Koblenz zum Ausdruck.
