Modernisierung der Flugsicherung auf den Flugplätzen der Bundeswehr
Koblenz, 07/16/2008.
Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung hat 22 Flugplatzradargeräte vom Typ ASR-S für die Bundeswehr in Auftrag gegeben.
Ein umfangreicher Auftrag zur Erneuerung der Flugplatzradargeräte der Bundeswehr wurde am 4. Juli 2008 vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung erteilt. Der Vertrag umfasst die Beschaffung von 21 Serienanlagen des Flugplatzrundsichtradargerätes ASR-S sowie die Hochrüstung eines bestehenden Truppenversuchsmusters auf den Serienstand. Der Auftrag mit einer Laufzeit von acht Jahren wurde nach dem im Jahr 2006 erfolgreich beendeten Truppenversuch an die Firma EADS in Ulm vergeben.
Von den insgesamt 22 Anlagen wird das Heer mit sieben Anlagen, die Luftwaffe mit 13 und die Marine sowie die Wehrtechnische Dienststelle für Luftfahrzeuge – Musterprüfwesen für Luftfahrtgerät der Bundeswehr (WTD 61) mit je einer Anlage ausgerüstet. Für den NATO-Flugplatz Geilenkirchen wurde eine Anlage als Option in den Serienvertrag aufgenommen.
Mit der Unterzeichnung des ASR-S-Serienvertrages wird ein wesentlicher Beitrag für die notwendige Modernisierung der Flugsicherung auf den Flugplätzen der Bundeswehr geleistet. Das Flugplatzrundsichtradargerät ASR-S dient der örtlichen militärischen Flugsicherung zur Kontrolle des Flugbetriebs auf den Flugplätzen der Bundeswehr. Als integraler Bestandteil der nationalen und internationalen Flugsicherungsorganisation, soll es die seit 1979 genutzten Anlagen ASR 910 ersetzen, deren Betriebsbereitschaft und Versorgbarkeit nur noch mit hohem Aufwand sichergestellt werden kann.

Antenneneinheit des Truppenversuchsmusters
ASR-
S (Quelle: Bundeswehr/
BWB)
Die neue Anlage besteht aus einem Primärradar zur weiträumigen Überwachung des Umfeldes der Bundeswehrflugplätze sowie einem Sekundärradar und der Auswerteeinheit mit den nötigen Komponenten zur Auswertung und Darstellung der detektierten Ziele. Die Anlage ist mit moderner Signalverarbeitungstechnologie ausgestattet und arbeitet nach dem neuesten Luftverkehrsstandard „Mode S“.
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