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Wehrtechnische Studiensammlung: Standort Koblenz gesichert

Koblenz, 07/01/2008.
Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung besuchte die Wehrtechnische Studiensammlung und gab bekannt: die Studiensammlung bleibt beim Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in Koblenz.

Das Foto zeigt den Minister am Rednerpult.
Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung gibt die Entschei … (Quelle: Bundeswehr/WTD 51)Größere Abbildung anzeigen

Der Bundesminister der Verteidigung Dr. Franz Josef Jung besuchte am 1. Juli 2008 auf Initiative von MdB Dr. Michael Fuchs die Wehrtechnische Studiensammlung (WTS) in Koblenz. Vor Ort verschaffte sich der Minister einen persönlichen Eindruck über die Aufgaben und die Organisation der Einrichtung und nutzte die Gelegenheit zu einem Rundgang durch die Ausstellung.

Während des folgenden Pressegesprächs gab Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung seine Entscheidung bekannt: die WTS bleibt am Standort Koblenz. Damit enden die Spekulationen um die Zukunft der Studiensammlung. Der Präsident des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung Detlev Petry zeigte sich erfreut über diese Standortentscheidung und dankte dem Minister.

Im Anschluss betonte der Minister die Bedeutung der Einrichtung für die Ingenieurinnen und Ingenieure des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung aber auch für das kulturelle Gefüge der Stadt Koblenz mit ihrer langen militärischen Tradition.

Das Foto zeigt den Präsidenten des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung im Gespräch mit den Gästen.
Der Minister beim Rundgang durch die Ausstellung der WTS. Pr … (Quelle: Bundeswehr/WTD 51)Größere Abbildung anzeigen

Der Bundesminister der Verteidigung Dr. Franz Josef Jung konnte sich während seines Rundganges allerdings auch davon überzeugen, dass die derzeitige Unterbringung der WTS in der ehemaligen Langemarck-Kaserne keine Perspektive für die Zukunft hat. Daher werde die Suche nach einer alternativen Unterbringungsmöglichkeit in Koblenz jetzt wieder aufgenommen. Eine Entscheidung sei aber noch nicht getroffen. Die Ortswahl werde sich aber nach funktionalen und wirtschaftlichen Erwägungen richten und in Abstimmung mit der Stadt Koblenz fallen, so der Minister.

Im Zuge der Reduzierung der zivilen Bundeswehrdienstposten auf 75 000 bis zum Jahr 2010 war die Wehrtechnische Studiensammlung unter Druck geraten. Die Verlagerung an einen anderen Standort stand zur Diskussion, was den Verlust der Studiensammlung in ihrer heutigen Form für die Bundeswehr und die Stadt Koblenz bedeutet hätte.

Die WTS dokumentiert den technischen Fortschritt des Wehrmaterials im Laufe der Zeit. Die zahlreichen Exponate und das umfassende Archiv werden für Studien und Ausbildungszwecke verwendet. Zu den Nutzern zählen außer den Ingenieurinnen und Ingenieuren des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung und seinen Wehrtechnischen und Wehrwissenschaftlichen Dienststellen auch Soldatinnen und Soldaten sowie Angehörige von wehrtechnischer Industrie und internationalen Organisationen.

Die Wehrtechnische Studiensammlung gehört mit 7200 Quadratmetern Ausstellungsfläche zu den großen technisch ausgerichteten Sammlungen und ist in dieser Form einzigartig in der Bundesrepublik. 1962 gegründet, befindet sie sich seit 1982 in Koblenz am Hauptsitz des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung, dem sie organisatorisch angehört.

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Stand vom 03.07.2008

http://www.bwb.org