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Verleihung des Werner-Hahlweg-Preises für Militärgeschichte und Wehrwissenschaften

Postdam, 06/12/2008.

Das Bild zeigt drei Herren vor einem Rednerpult bei der Übergabe eines Schriftstückes
PräsBWB Detlev Petry verliest die Urkunde des 1. Preisträger … (Quelle: Bundeswehr/WTS )Größere Abbildung anzeigen

In einem Festakt im Senatssaal der Universität Potsdam erhielten am 12. Juni 2008 mehrere Nachwuchswissenschaftler den „Werner-Hahlweg-Preis für Militärgeschichte und Wehrwissenschaften“. Mit diesem angesehenen und hoch dotierten Preis, den der Präsident des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung, Detlev Petry, überreichte, wurden ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Militärgeschichte ausgezeichnet. Ein wissenschaftlicher Beirat, dem auch Professor Dr. Bernhard R. Kroener, Inhaber des Lehrstuhls für Militärgeschichte an der Potsdamer Universität, angehört, hatte in einem Sichtungs- und Auswahlverfahren die in den Jahren 2006/2007 abgeschlossenen Arbeiten begutachtet.

Den mit 5000 Euro dotierten 1. Preis erhielt Dr. Oliver Stein aus Potsdam, für die Arbeit „In Wehr und Waffen? Die Heeresrüstungspolitik im Deutschen Reich unter dem Primat der Politik“. Der 2. Preis wurde geteilt und ging zu je 2500 Euro an Dr. Eckard Michels, London, für seine Biografie zum preußischen Kolonialoffizier Paul von Lettow-Vorbeck (1870–1964) sowie an Dr. M. Christian Ortner, Wien, für seine Arbeit über „Die Österreichisch-Ungarische Artillerie in den Jahren von 1867 bis 1918. Organisation, technische Entwicklung und Kampfverfahren“. Den dritten Preis von 1500 Euro erhielt Philipp Münch, Hamburg, für seine Magisterarbeit „Bürgerliche Kriegserfahrungen im Ersten Weltkrieg: Hamburger Turner zwischen Kriegsglaubensbekenntnis und Verzweiflung im Spiegel ihrer Feldpost“.

Ein bedeutender Druckkostenzuschuss ging schließlich an Fregattenkapitän Dr. Oliver Krauß für die Studie „Rüstung und Rüstungserprobung in der deutschen Marinegeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Torpedoversuchsanstalt (TVA)“. Diese Arbeit wird im Herbst in der von der Wehrtechnischen Studiensammlung des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) herausgegebenen Buchreihe „Wehrtechnik und Wissenschaftliche Waffenkunde“ erscheinen.

Der Preis geht auf den 1989 verstorbenen Professor für Militärgeschichte an der Universität Münster, Dr. Werner Hahlweg, zurück, der sein gesamtes Vermögen dem BWB vermacht hatte, da er zur Wehrtechnischen Studiensammlung ein besonderes Verhältnis pflegte. Eine der Auflagen des Erblassers besteht darin, alle zwei Jahre einen Wissenschaftspreis für militärhistorische Themen zu vergeben. Dr. Werner Hahlweg hat bedeutende, international anerkannte Lehr- und Forschungsarbeit geleistet. Besondere Anerkennung wurde ihm als Nestor der Clausewitz-Forschung zuteil.

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Stand vom 08.07.2008

http://www.bwb.org