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Auftrag über vier Fregatten der Klasse 125 erteilt

Koblenz, 06/29/2007.
Die Durchführung von Stabilisierungsoperationen gehört zum neuen Fähigkeitsprofil der Deutschen Marine. Speziell hierfür wurde die Fregattenklasse 125 konzipiert.

Die Grafik zeigt die geplante Fregatte der Klasse F125.Lupe
Fregatte der Klasse F125 (Quelle: ARGE F125)

Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) hat am 26. Juni 2007 in Koblenz den Bau von vier Fregatten der Klasse 125 in Auftrag gegeben. Auftragnehmer ist die ARGE F125, ein Industriekonsortium aus der Firma ThyssenKrupp Marine Systems und der Fr. Lürssen Werft. Die Übernahme des ersten Schiffes ist für das Jahr 2014 geplant.

Schwerpunkteinsätze der neuen Fregatten werden Stabilisierungsoperationen sein. Das Bedrohungsspektrum reicht hierbei von militärisch organisierten bis zu asymmetrisch kämpfenden Gegnern. Die Schiffe sind besonders auf multinationale und streitkräfte-gemeinsame Operationen von langer Dauer im weltweiten Einsatz ausgerichtet. Dementsprechend sollen die Fregatten F125 eine bis zu zweijährige Stehzeit im Einsatzgebiet sowie einen Wechsel der etwa 120-köpfigen Besatzung vor Ort ermöglichen.

Darüber hinaus wird die F125 über Unterbringungs- und Verbringungsmöglichkeiten für Spezialkräfte verfügen. Zur Unterstützung eines Führungsstabes werden die Einheiten mit verschiedenen Führungsmitteln, wie z. B. LINK 11/16/22 und Satellitenkommunikation ausgerüstet. Das System MCCIS wird ein weitreichendes Lagebild zur Verfügung stellen.

Als Bewaffnung sind im Wesentlichen eine 127-mm-Rohrwaffe für die See- und Landzielbekämpfung, das Waffensystem RAM für den Eigenschutz gegen Flugkörper, Flugzeuge und Hubschrauber sowie mehrere kleinkalibrige Rohrwaffen gegen asymmetrische Bedrohungen vorgesehen. Die Sensorik umfasst u. a. ein Phased Array Radar für die Luft- und Seeraumüberwachung und verschiedene elektrooptische Systeme für die Überwachung des Nächstbereichs.

„Das Waffensystem F125 ist in seiner speziellen Ausrichtung auf Stabilisierungsoperationen ein neuer Schiffstyp“, führte Dieter Prange, Leiter der Projektabteilung See im BWB, aus. Die Realisierung dieses Waffensystems, insbesondere auch im Hinblick auf die langen Stehzeiten und die geringe Besatzungsstärke, sei eine Herausforderung für alle Beteiligten.

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Stand vom 23.07.2007

http://www.bwb.org