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Vertragsabschluss: Euro-Hawk-Entwicklung kann beginnen

Koblenz, 01/31/2007.
Mit dem Euro Hawk beschreitet die Bundeswehr neue Wege der luftgestützten Aufklärung. Das unbemannte System ermöglicht die Erfassung von Funk- und Radarsignalen.

Das Foto zeigt die beteiligten Personen bei der Vertragsunterzeichnung.Lupe
Vertragsunterzeichnung beim Bundesamt für Wehrtechnik und Be … (Quelle: BWB)

Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) hat am 31. Januar 2007 in Koblenz einen Auftrag zur Entwicklung und zum Bau eines Euro-Hawk-Demonstratorsystems an die Firma Eurohawk GmbH in Immenstaad am Bodensee vergeben.

Der Euro Hawk, ein unbemanntes Fluggerät, soll ab 2010 die elektronische Aufklärungsversion des Flugzeugs BR-1150 Breguet Atlantic ablösen. In den Bereich der elektronischen Aufklärung fällt das Erfassen von Funk- und Radarsignalen.

Der Euro Hawk basiert auf der unbemannten fliegenden Plattform RQ-4B Global Hawk der US Air Force. Im Vergleich zum Global Hawk unterscheidet sich der Euro Hawk durch seine neue signalerfassende Missionsausrüstung mit einem neuen, von der Firma EADS entwickelten Signalaufklärungssystem. Der Global Hawk der US Air Force verfügt hingegen über so genannte abbildende Sensoren.

Das Foto zeigt das unbenannte Fluggerät am BodenLupe
Euro Hawk der Firma EADS. (Quelle: 2004 Bundeswehr / Elbern)
Der Euro Hawk wird von einem Piloten in einer Bodenstation gesteuert und überwacht. Das Fluggerät kann während seiner Mission bis zu 30 Stunden in der Luft bleiben und erreicht eine Geschwindigkeit von ca. 555 km/h. Das maximale Startgewicht beträgt etwa 14 Tonnen. Der Rumpf ist rund 14 Meter lang, die Spannweite beträgt etwa 40 Meter.

Bis zur zweiten Jahreshälfte 2010 soll zunächst ein so genanntes Demonstratorsystem an die Bundeswehr übergeben und unmittelbar danach im Rahmen eines Anfangsflugbetriebs genutzt werden. Weitere vier Seriensysteme sollen – nach separater Beauftragung – bis zum Jahr 2014 an die Bundeswehr ausgeliefert werden.

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Stand vom 05.02.2007

http://www.bwb.org