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BWB unterstützt das Auswärtige Amt bei Maßnahmen der Globalen Partnerschaft G8 gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und -materialien

Kambarka, Teilrepublik Udmurtien (Russische Föderation), 03/01/2006.

Das Gruppenfoto zeigt von links nach rechts DirBWB Minning (BWB U39), Botschafter Gröning, MdB Nachtwei, MdB Raidel, Botschafter Dr. Schmid und VLR Herden (Auswärtiges Amt)Lupe
v.l.n.r.: DirBWB Minning (BWB U39), Botschafter Gröning, MdB (Quelle: BWB)

Unter großem Medieninteresse und in Anwesenheit der Mitglieder des Verteidigungsausschusses MdB Hans Raidel (CSU), MdB Winfried Nachtwei (Bündnis 90/Die Grünen), des Beauftragten der Bundesregierung für Fragen der Abrüstung und Rüstungskontrolle Botschafter Friedrich Gröning, des deutschen Botschafters in Russland Dr. Walter Schmid sowie hochrangiger russischer Vertreter aus Politik und der Armee wurde am 01.03.2006 die zweite Chemiewaffenvernichtungsanlage in Russland eröffnet. Nun kann mit der Vernichtung der in Kambarka, Republik Udmurtien gelagerten knapp 6.400 t des hautschädigenden chemischen Kampfstoffes Lewisit begonnen werden. Dies entspricht 16% der gemäß Chemiewaffenübereinkommen insgesamt von russischer Seite deklarierten 40.000 t chemischer Kampfstoffe. Deutschland hat sich am Bau der Anlage mit knapp 150 Mio. € beteiligt. Hierbei waren deutsche Unternehmen mit Ingenieurleistungen und der Lieferung hochwertiger technologischer Komponenten entscheidend am Aufbau beteiligt.

Die politische Verantwortung und Federführung bei der Umsetzung dieses deutsch-russischen Abrüstungsprojektes obliegt dem Auswärtigen Amt. Die Unterstützung für den Bau der Anlage ist Teil der G8-Initiative "Globale Partnerschaft gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und -materialien", die auf dem Gipfel 2002 in Kananaskis beschlossen wurde. Das BWB U39 ist seit 1993 als technisch/wirtschaftlicher Berater des Auswärtigen Amtes in Amtshilfe tätig und hat bisher alle Projekte der Abrüstungshilfe mit Russland sowie der Ukraine von Beginn an begleitet. Die Unterstützungsleistungen bestanden u.a. in der technisch-wirtschaftlichen Verhandlungsführung mit russischen Regierungsstellen, der Erstellung technischer Leistungsbeschreibungen und Verträgen, der Überprüfung von Rechnungen einschließlich der Durchführung von Preisprüfungen in Russland. Genauso gehörte die operative Projektüberwachung und Steuerung zusammen mit regelmäßigen On-Site Inspektionen zur Überprüfung der Baufortschritte und Bereitstellung von Dolmetscherleistungen zu den Aufgaben.

Bereits 2002 wurde in Gorny, Gebiet Saratow, die ebenfalls mit deutscher Unterstützung gebaute erste Chemiewaffenvernichtungsanlage Russlands in Betrieb genommen. Die Vernichtung der dort lagernden 1.250 t Kampfstoffe wurde Ende 2005 abgeschlossen.

Im Rahmen der Globalen Partnerschaft leistet das BWB auch bei den derzeit 18 Projekten zur Modernisierung des physischen Schutzes von Nuklearmaterial, vor allem im Bereich des russischen Verteidigungsministeriums, Unterstützung. Hierfür werden bis 2009 zirka 170 Mio. € von deutscher Seite in Russland investiert.

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Stand vom 28.06.2006

http://www.bwb.org