Das gepanzerte Transport-Kraftfahrzeug (GTK) BOXER
Im Team K52.2 – Waffenträger Rad - des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung wird das Projekt "Gepanzertes Transport Kraftfahrzeug (GTK) BOXER" bearbeitet.
Nachdem Großbritannien Anfang 2005 aus dem Programm ausgeschieden ist, wird es bilateral von Deutschland und den Niederlanden mit dem Ziel weitergeführt, gepanzerten Transportraum für die Streitkräfte bereitzustellen.
Auch dieses bilaterale Programm wird von der europäischen Programmagentur OCCAR im Auftrag der Partnerländer betreut. Dazu gehören die niederländischen und deutschen Fahrzeugvarianten, bestehend aus Transportfahrzeugen für Personal und Material, Führungsfahrzeugen, Sanitätsfahrzeugen und Fahrschulfahrzeugen auf Basis eines gemeinsamen Fahrmoduls und den spezifischen Missionsmodulen.
Das Team K52.2 hat die Aufgabe, die nationalspezifischen Entwicklungsanteile zu bearbeiten und die nationalen Interessen gegenüber der OCCAR zu vertreten. Dem nationalen Programmmanagement obliegen dabei Aufgaben im fach- und erprobungstechnischen, logistischen, haushalterischen und vertragstechnischen Bereich.
Der BOXER wird zukünftig Fahrzeuge wie den Mannschaftstransportwagen M 113 und den Transportpanzer Fuchs ganz oder teilweise ersetzen. Er stellt eine neue Fahrzeuggeneration mit folgenden erheblich verbesserten Leistungsmerkmalen dar:
- Optimiertes Schutzkonzept gegen ballistische Bedrohung, Minen, Auffassung und Identifizierung,
- Hohe operationelle und taktische Beweglichkeit und Reichweite, strategische Verlegbarkeit Luft/See sowie Luftverlastbarkeit mit A400M,
- Durchhalte- und Überlebensfähigkeit unter schwierigen geografischen und klimatischen Bedingungen,
- Großes Nutzvolumen und hohe Nutzlast für verschiedene Einsatzzwecke,
- Modular aufgebautes Fahrzeugkonzept auf System- und Subsystemebene,
- Aufwuchspotenzial für Modifikationen und Weiterentwicklung.
Die modulare Bauweise, bestehend aus einem allradgetriebenen (8 x 8) Fahrmodul und einem bedarfs- und einsatzgerechten Missionsmodul, lässt wesentlich effektivere und einsatzspezifischere Einsatzvarianten bei insgesamt verminderten Entwicklungskosten zu. Als Nutzungsdauer werden 30 Jahre und mehr angestrebt. Mit dem GTK werden in der deutschen Variante des Gruppentransportpanzers die Belange des "Infanteristen der Zukunft" berücksichtigt werden.
Das neue Führungsfahrzeug erhält eine Geräteausstattung aus dem Führungsinformationssystem des Heeres.
Die Sanitätstruppe wird mit einem schweren geschützten Sanitäts-Kraftfahrzeug (sgSanKfz) auf der Basis des GTK ausgestattet werden.
Zur Ausbildung der Militärkraftfahrer ist die Beschaffung von Fahrschulfahrzeugen geplant.
Das GTK befindet sich in der abschließenden Testphase zum Nachweis der geforderten Zuverlässigkeit. Die ersten Serienfahrzeuge sollen Ende 2009 an die Truppe übergeben werden.
Die Beschaffung erfolgt gemeinsam mit den Niederlanden.

