Präzisionsschützengewehr G 22

Nach erfolgreich verlaufener technischer Erprobung und einem Truppenversuch fiel im März 1997 die Entscheidung, das britische Modell AWM-F mit kleinen Modifikationen (u.a. an Farbgebung und Erdsporn) als das neue Scharfschützengewehr G 22 bei der Bundeswehr einzuführen.
Die Repetierwaffe mit einreihigem Kastenmagazin für 6 Patronen verfügt über einen kunststoffverkleideten Aluminiumschaft mit angeschraubter und verklebter Hülse. Der Kolben ist zur Verringerung des Transportvolumens anklappbar.
Das geflutete Rohr ist freischwingend und an der Mündung mit einem Gewinde zur Befestigung des serienmäßigen Schalldämpfers versehen. Der Zylinderverschluß hat sechs Verriegelungswarzen, die Hebelsicherung wirkt auf Schlagbolzen und Verschluß. Das Abzugsgewicht beträgt ca. 1,8 kg.
Die Serienversion wird ein variables Zielfernrohr von Hensoldt erhalten.
Unter der Bezeichnung "G 23" wurde das AWM-F in seiner ursprünglichen Ausführung bereits in 50 Exemplaren an das deutsche SFOR-Kontingent geliefert.
| Kaliber | 7,62 mm (.300 WinMag), 4 Züge, Rechtsdrall |
|---|---|
| Rohrlänge | 659 mm |
| v0 | 860 m/s |
| Masse | 7760 g |
| Hersteller | Accuracy International, Portsmouth |
| Herstellungsjahr | 1995 |
| Werk-Nr. | 1914 |
| Vergrößerung | 3- bis 12-fach |
|---|---|
| Durchmesser der Eintrittspupille | 50 mm |
| Entfernungseinstellung | keine |
| Masse | 910 g |
| Montage | Mittelmontage mittels 3 Klemmmschrauben auf Schwalbenschwanzschiene über dem Patronenlager |
| Hersteller | Schmidt & Bender |
| Werk-Nr. | 177264 |
