Sturmgewehr G 11

Sturmgewehr G11 (Quelle: Bundeswehr/WTS)Größere Abbildung anzeigen
Hersteller: Heckler & Koch GmbH, Oberndorf, Bundesrepublik Deutschland
Herstellungsjahr: 1989
- Eigenantrieb durch indirekten Gasdruck
- Schieberlader,
- gehäusefestes Rohr,
- starre Verriegelung mittels Querwalzenverschluss
- Effektive Kampentfernung bis 300 Meter
- Einsteckbares Stangenmagazin für 45 Patronen
| Kaliber | 4,73 mm x 33 DM-11 |
|---|---|
| Rohrlänge | 535 mm, 6 Züge, Rechtsdrall |
| v0 | 925 m/s |
| Kadenz | 500 Schuss/min (Dauerfeuer) 2000 Schuss/min (3-Schuss-Feuerstoß) |
| Masse | 4100 g |
Nach nochmaliger Optimierung des Patronenlagers fertigt Heckler & Koch ab 1988 Vorserienwaffen für umfangreiche Truppenversuche bei den verschiedenen Truppenschulen der Bundeswehr, die 1990 abgeschlossen sind.
Als Ergebnis dieser Versuche erhält das G-11 drei Magazinschächte, so dass zwei oder auch drei Magazine mit je 45 Patronen an der Waffe mitgeführt werden können. Die Optik ist abnehmbar zum Austausch gegen ein Nachtsichtgerät. Eine letzte Überarbeitung im Hinblick auf ergonomische Verbesserungen erhält das G-11 1990. Mit der am 08. März 1992 erteilten Einführungsgenehmigung wird die Entwicklung erfolgreich abgeschlossen. In vollem Umfang sind die Anforderungen an die Entwicklung erfüllt:
- höhere Treffwahrscheinlichkeit durch 3-Schuß-Feuerstoß und bei Dauerfeuer durch schwimmende Lagerung des Systems
- vereinfachte Schützenausbildung durch optisches Visier
- Unempfindlichkeit durch gekapselte Bauweise
- größerer Munitionsvorrat in der Waffe durch kleineres Kaliber und hülsenlose Munition.
Wegen der sich abzeichnenden großen Belastungen des Bundeshaushalts durch die erfolgte deutsche Wiedervereinigung geht das G 11 nicht mehr in die Beschaffung; die Arbeiten am Projekt werden eingestellt.
