Infanterist der Zukunft (IdZ)

Infanterist der Zukunft (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen
Bei dem "Infanteristen der Zukunft" handelt es sich um eine modulare Kampfausstattung neuester Technologie. Sie soll die Leistungsfähigkeit eines abgesessen kämpfenden Soldaten in den Bereichen
- Durchsetzungsvermögen
- Überlebensfähigkeit
- Führungsfähigkeit
- Beweglichkeit und
- Durchhaltefähigkeit
Dabei wird die weitestgehende Verwendung handelsüblicher Komponenten angestrebt, bereits eingeführte Ausstattung soll jedoch weiterverwendet werden.
Durch den modularen Aufbau ist eine vielfältige Nutzung (auch in anderen Truppengattungen) möglich. Zudem lassen sich künftige technologische Fortschritte schneller durch den Austausch oder die Ergänzung von Modulen realisieren. Auch kann schneller auf geänderte Bedürfnisse reagiert werden.
Die Kampfausstattung "Infanterist der Zukunft" beinhaltet rund zwanzig Ausstattungskomponenten aus den Bereichen
- Bekleidung und persönliche Ausrüstung
- Elektronik
- Optronik und
- Bewaffnung.

Kampfausstattung "Infanterist der Zukunft" (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen
Zu den wichtigsten Neuerungen gehören beispielsweise eine
- modulare Schutz- und Trageausstattung,
- ein UHF-Funkgerät mit GPS,
- ein PDA mit digitaler Karte,
- eine digitale Kamera,
- ein neues Bewaffnungskonzept mit
- einem Gewehr großer Reichweite G82
- einem leichten Maschinengewehr MG4
- einem neuen gekühlten Wärmebildgerät HuntIR und
- der Nahbereichsverteidigungswaffe MP7
- sowie eine neue Schutzausrüstung gegen atomare, biologische und chemische Waffen.
In den Jahren 2001-2003 wurden zunächst 6 Infanteriegruppen (eine Gruppe besteht aus 10 Soldaten) ausgestattet. Mit diesen Ausstattungen wurden erste Einsatztests durchgeführt, so dass im Jahr 2004 bereits 15 weitere Gruppenausstattungen für den Einsatz bei ISAF beschafft werden konnten. Der weitere Beschaffungsplan sieht 196 Gruppenausstattungen für die Jahre 2005-2007 vor.
