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Geschichte der FWG

Gebäudekomplex der Forschungsanstalt der Bundeswehr für Wasserschall und Geophysik an der Schwentinemündung auf dem Arsenalgelände. Das Bild zeigt die Frontseite in Blickrichtung nach Norden.Größere Abbildung anzeigen
Gebäukomplex der FWG (Quelle: FWG)

Die heutige FWG wurde 1964 als Ozeanographische Forschungsanstalt der Bundeswehr gegründet. Sie ist das einzige amtseigene Forschungsinstitut des Verteidigungsbereichs und arbeitet fast ausschließlich an Aufgaben der Marine. Seit 1993 wurden die marinespezifischen Aufgaben bei den grundfinanzierten Forschungsinstitutionen vollständig bei der FWG integriert.

Die FWG bereederte das Forschungsschiff der Bundeswehr, die alte Planet, während seiner gesamten Lebensdauer von 1967 bis 2003. Auch die neue Planet, die im Mai 2005 in Dienst gestellt wurde, steht überwiegend der FWG zur Verfügung, auch wenn sie organisatorisch in den Schiffspark der WTD 71 eingegliedert ist.

Wegen der zunehmenden Aufgaben auf dem Gebiet des Wasserschalls unter der Leitung des ersten Direktors, Prof. Dr. Günter Ziehm, erhielt die Dienststelle 1971 ihren heutigen Namen: Forschungsanstalt der Bundeswehr für Wasserschall und Geophysik (FWG).Die Wahl Kiels als Standort des einzigen Forschungsinstituts für Wasserschall in der Bundesrepublik folgt der Tradition der Stadt. Kiel ist die Stadt der Marine, ebenso wie der Meeresforschung in Deutschland. Kiel war nach der Jahrhundertwende eines der beiden ersten Wasserschallzentren weltweit. Von den damaligen, wegweisenden Firmen und Instituten bis zu ihren heutigen Nachfolgern besteht eine fast ununterbrochene Kontinuität. Zwei Kieler Namen aus dem zweiten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts stehen stellvertretend für die Anfänge der Wasserschalltechnik und Wasserschallforschung: Alexander Behm, einer der Erfinder des Meeresecholots und Hugo Lichte, der als erster die Physik der Schallausbreitung im Meer erforscht hat.Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich die Meeresakustik auch zum universellen Instrumentarium der Meeresforschung entwickelt. Dies betrifft die Fernmessung von Eigenschaften des Meeresinnern und seiner Grenzflächen bis hin zur akustischen Erfassung der globalen Klimaentwicklung. Viele dieser Methoden sind ursprünglich für die Marine entwickelt worden.

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Stand vom 08.11.2005

http://www.bwb.org