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Aufgaben der WTD 81

Die Wehrtechnische Dienststelle für Informationstechnologie und Elektronik investiert in zukunftsträchtige Geschäftsfelder. Die Unterstützung von hohen technologischen Anforderungen wird dabei groß geschrieben.

Die Luftaufnahme zeigt das Areal der WTD 81
Luftbild der WTD 81 (Quelle: Bundeswehr / WTD 81)Größere Abbildung anzeigen

Die Kernaufgaben der Wehrtechnischen Dienststelle für Informationstechnologie und Elektronik (WTD 81) in Greding gliedern sich in die Integrierte Nachweisführung von Systemen und Geräten, die F&T-Bearbeitung mit Aufgaben aus dem Forschungs- und Technologieprogramm des BMVg sowie die Fachtechnische Unterstützung und Zuarbeit zu Vorhaben aus dem BWB und dem IT-AmtBw. Die Kompetenzen der WTD 81 liegen dabei im Schwerpunkt auf den nachfolgenden Fachbereichen.

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Grafik über die abbildende Aufklärung aus der Luft am Beispiel von EckernfördeGrößere Abbildung anzeigen
Strukturanalyse Beispiel "Eckernförde" (Quelle: WTD 81)

Aufklärungstechnik

Im Bereich Aufklärungstechnik werden Studien mit den Schwerpunkten "Konzepte und Verfahren" der luft- und raumgestützten abbildenden Aufklärung bearbeitet. Forschungsgegenstand ist dabei die Verarbeitung von Informationen aus Aufklärungssensoren im Radarbereich, im optischen und infraroten Bereich.

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Das Bild zeigt einen Messgeräteaufbau zur Simulation von elektronischer Kampfführung
EloKa-Simulator (Quelle: WTD 81)Größere Abbildung anzeigen

Elektronische Kampfführung

Von besonderer militärischer Bedeutung ist der Bereich der elektronischen Kampfführung. Darunter versteht man alle Maßnahmen, die dazu dienen, elektromagnetische Ausstrahlungen des Gegners aufzuklären und/oder durch gezielte Gegenmaßnahmen unwirksam zu machen. Ebenso werden Maßnahmen zur Minimierung eigener Ausstrahlungen untersucht, um eine geringere Störbarkeit und Aufklärbarkeit der eingesetzten Systeme zu erreichen.

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Das Bild zeigt den Aufbau einer Vermessung an einem Fahrzeug in der EMV-Halle
Aufbau einer Vermessung in der EMV-Halle (Quelle: WTD81)Größere Abbildung anzeigen

Elektromagnetische Verträglichkeit

Das Fachgebiet elektromagnetische Verträglichkeit und Effekte ist die zentrale Ansprechstelle für alle Angelegenheiten auf dem Gebiet der elektromagnetischen Effekte im Bereich der Bundeswehr.

Das Testzentrum für Elektromagnetische Verräglichkeit verfügt über die größte vollkommen geschirmte Absorberhalle Europas.

Das Spektrum an Nachweisen erstreckt sich von Untersuchungen an Geräten bis hin zu großen komplexen Waffensystemen.

Alle Einrichtungen erfüllen Ihre speziellen Wünsche für militärische und zivile Prüfanforderungen.

Durch ein 10 m* 10 m großes Hallen-Schiebetor und die integrierte Hubdrehscheibe von 9 m Durchmesser und einer Tragkraft von 60 t ist auch das Einbringen und Untersuchen komplexer Systeme bis hin zum Hubschrauber kein Problem.

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Das Foto zeigt den Zielsimulationsdom der WTD81, ein kuppelförmiges Gebäude
Zielsimulationsdom (Quelle: WTD 81)Größere Abbildung anzeigen

Feuerleittechnik

Die Integrierte Nachweisführung im Bereich der Feuerleittechnik ist an der WTD 81 seit den 70'er Jahren etabliert, und dies, obwohl die Dienststelle lediglich ein Gelände von nur 100 ha besitzt. Dies wurde ermöglicht durch die eigenständige Entwicklung einer Technik, die mit Kalter Schuß bezeichnet wird. Damit ist der Einsatz von Simulationstechnik gemeint, die an der WTD 81 ständig weiterentwickelt wurde und mit dem jetzigen Bau des Zielsimulationsdoms mit 40 m Durchmesser einen weiteren Meilenstein erreicht.

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Das Bild zeigt den Blick in einen Messcontainer mit PC-Arbeitsplatz und Zubehör
Technische Erprobung im Messcontainer (Quelle: WTD 81)Größere Abbildung anzeigen

Führungs-Informationssysteme

Kernaufgabe ist die entwicklungstechnische Begleitung von Projekten bei der Industrie und die technische Erprobung der Zusammenarbeitsfähigkeit nationaler und internationaler Führungs-Informationssysteme / Führungs-Waffeneinsatzsysteme untereinander und über das Fernmeldesystem Heer.

Die Unterstützung des Führungsvorganges durch die aktuelle Meldungs-, Befehls- und Lageübertragung erfolgt über das lokale Netz (LAN) und über das Weitbereichsnetz (WAN) oder über Funk (stationär oder mobil) auf allen Führungsebenen für alle Truppengattungen.

Durch Interoperabilitätstests soll die effektive Führungsfähigkeit von Multinationalen Einheiten bei friedenserhaltenden Maßnahmen, u.a. im Kosovo, bis hin zur Kampfführung sicherstellen. Die WTD 81 ist im Rahmen des Projektes "Multilateral Interoperability Program (MIP)" Treffpunkt der am Projekt beteiligten Nationen.

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IT-Sicherheit

Das Fachgebiet hat die Aufgabe, zur technischen IT-Sicherheit von Informationssystemen der Bundeswehr und von Waffensystemen der Streitkräfte beizutragen. IT-Systeme oder Komponenten werden dazu auf der Basis der gültigen Kriterien für die Bewertung der Sicherheit von Systemen der Informationstechnik und von geltenden Vorschriften geprüft, bewertet und ggf. zugelassen.

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Das Bild zeigt einen Frequenz-Arbeitsplatz zum Testen und Validieren
Frequenz-Arbeitsplatz (Quelle: WTD 81)Größere Abbildung anzeigen

Kommunikation

Militärische Führungsprozesse und administrative Anwendungen erfordern eine sichere Sprach- und Datenübertragung zwischen den Kommunikationssystemen der Bundeswehr im nationalen und internationalen Umfeld. Die erforderliche Kopplung der heterogenen taktischen und strategischen Netze einschliesslich der störresistenten Funksysteme muss mit moderner, weitgehend marktverfügbarer Technologie wirtschaftlich realisiert werden. Für die Anbindung der taktischen Netze der Krisenreaktionskräfte (KRK) in entfernten Einsatzgebieten sind gesicherte Satellitenverbindungen vorgesehen.

Die WTD 81 leitet Technologiestudien zu diesem Aufgabenfeld und unterstützt die Implementierung neuer Technologien und Interoperabilitäts-Nachweise durch Tests und Validierungen an Referenzsystemen.

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Das Bild zeigt eine Messung am Panzer "Gepard" beim Übungsschießen auf Kreta
Messung beim Übungsschießen auf Kreta (Quelle: WTD 81)Größere Abbildung anzeigen

Messtechnik an Waffensystemen

Der Bereich Messtechnik an Waffensystemen ist auf die Messdatenerfassung und die Feuerleittechnik an landgebundenen Waffensystemen spezialisiert.

Die WTD 81 verfügt über ein umfassendes Know How im Bereich der Adaption von Messtechnik an unterschiedliche Waffensysteme und dazu gehöriger Ausbildungssimulatoren. Darüber hinaus besitzt die WTD 81 langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Datenerfassung bzw. –auswertung.

Mit den mobilen Messeinrichtungen unterstützt die WTD 81 u.a. das BWB und die Truppe bei ihren Aufgaben im In- und Ausland. Zusätzlich werden Schnellauswerteanlagen konzipiert, entwickelt und gebaut.

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Die Abbildung zeigt zwei handliche GPS-Empfänger
GPS-Empfänger (Quelle: WTD 81)Größere Abbildung anzeigen

Navigation

Die Navigationsanlagen umfassen Satellitennavigationsempfänger des GPS - Systems, reine inertiale Anlagen und Hybridanlagen die beide Navigationsarten nutzen.

Für Messungen an Inertialanlagen steht ein 3 - Achsen - Simulator und zwei hochgenaue Teiltische zur Verfügung.

Die Untersuchungen von Satellitennavigationsempfängern erfolgt mit einem Simulator für das GPS - Systems, der auch die verschlüsselten Signale des militärischen P(Y) - Codes nachbilden kann. Für Hybridsysteme werden zu den Satellitensignalen auch die entsprechenden Inertialsignale erzeugt. Damit ist dieser Simulator in Deutschland einmalig.

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Das Foto zeigt einen schlanken Betonturm, auf dem Radarantennen montiert sind; es ist der Freund-Feind Identifizierungsturm der Dienststelle
IFF-Turm der WTD 81 (Freund-Feind Identifizierungsturm) (Quelle: WTD 81)Größere Abbildung anzeigen

Radar

Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld der WTD 81 liegt in fachtechnischen Beratungen, Messungen und integrierten Nachweisführungen im Bereich der Radar- und Kenntechnik. Studien werden begleitet und durchgeführt. Nachweise und Messungen werden mit einer umfangreichen radartechnischen Messausstattung sowie einer Identification Friend or Foe (IFF) - Referenzstation erbracht.

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Das Bild zeigt eine Vermessung eines Torpedos
Bewertung von Technik, Technologie und Entwicklungstrends vo … (Quelle: WTD 81)Größere Abbildung anzeigen

Wehrmaterial anderer Staaten

Der Bereich Wehrmaterial anderer Staaten koordiniert alle Tätigkeiten der WTD 81 hinsichtlich der Untersuchung von fremden Wehrmaterial.

Dazu gehört u.a. die Unterstützung von Amtsbereich/Industrie bezüglich Wehrmaterial anderer Staaten, die Teilnahme an fachspezifischen nationalen/internationalen Arbeitsgruppen, die Beauftragung/Begleitung von Studien, die Erstellung von Bedrohungsanalysen anhand vorhandener Szenarien und Modellen, die Bewertung von Technik, Technologie und Entwicklungstrends und die Bearbeitung wehrtechnischer Datensammlungen aus dem Bereich des Wehrmaterials anderer Staaten.

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Das Bild zeigt einen Radar-Zielsuchkopf-Simulator
Radar-Zielsuchkopf-Simulator (Quelle: WTD 81)Größere Abbildung anzeigen

Zielsuchtechnik

Im Bereich Zielsuchtechnik werden Suchkopfsysteme verschiedener Technologien (RADAR, Infrarot, Laser, Multisensor) erprobt und bewertet. Dabei werden Sensorik(Empfänger) und Signalverarbeitung(Rechner) untersucht sowie Simulationen unter Einbezeihung der Aerodynamik durchgeführt. Weitere Aufgaben sind die zu diesem Anwendungsspektrum gehörende Untersuchungen von Wehrmaterial anderer Staaten und Aktivitäten auf dem Gebiet der Forschung und Technologie.

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Stand vom 21.04.2008

http://www.bwb.org