Auswärtige Erprobungsplätze
Allgemeines
Spezifische Erprobungen, insbesondere für den Leistungsnachweis von Waffen und elektronischem Selbstschutz, erfordern es, auswärtige oder ausländische Testgelände zu nutzen. Diese stehen der WTD 61 offen, da die Dienststelle intensive nationale und internationale Kontakte zu anderen Erprobungseinheiten pflegt.
Die auswärtigen Testgelände, sowohl See- als auch Landtestgebiete, zeichnen sich durch optimale Rahmenbedingungen aus, die eine effiziente Durchführung der oft komplexen Erprobungsprogramme ermöglichen.
Der für manche Erprobungen erforderliche, für andere Luftfahrzeuge gesperrte Luftraum dieser Testgebiete ermöglicht es, alle Leistungsnachweise unter kontrollierten und sicheren Flugbedingungen durchführen zu können. Besondere Flugführungs- und Messeinrichtungen, Zieldarstellungen und Platzverhältnisse, die bei der WTD 61 in Hinblick auf Größe, Ausdehnung und Geländeformation nicht gegeben sind, ermöglichen auf anderen Erprobungs- und Schießplätzen die Durchführung spezieller Testprofile. Dazu zählen auch Überschallflüge in niedrigeren Flughöhen, die im dichtbesiedelten deutschen Luftraum wegen der Lärmbelästigung nicht zulässig sind. Außerdem sind für Waffeneinsätze selbstverständlich Testgebiete notwendig, die unbesiedelt und vollständig abgesperrt sind, um jegliche Gefährdung von Menschenleben am Boden zu vermeiden.
Es kommt hinzu, dass die ausländischen Testgebiete in einigen Fällen über hervorragende Wetterbedingungen verfügen, die eine ökonomische und zeitgerechte Testdurchführung wesentlich unterstützen.
Von der WTD 61 genutzte Erprobungsplätze in Deutschland
- Seegebiete über der Nord- und Ostsee
- WTD 91, Meppen
- Faßberg
Ausländische Kampagnenorte
- Istres, Südfrankreich
- Decimomannu, Sardinien
- Vidsel, Nordschweden
- Overberg, Südafrika
- Eglin-Airforce-Base, Florida, USA
- China-Lake, Kalifornien, USA
- Point Mugu, Kalifornien, USA
- Tyndall-Airforce-Base, Florida, USA
