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Historie der WTD 52

Das Schwarzweissfoto zeigt den Soderhof, der Ursprung der Wehrtechnischen Dienststelle 52
Ursprünge der WTD 52: der "Soderhof" (Quelle: Bundeswehr/WTD 52)Größere Abbildung anzeigen

1957: Gründungsjahr

Die heutige WTD 52 wurde im Jahr 1957 als „Erprobungsstelle Pionier Gebirgsplatz Reiteralpe“ gegründet. Hintergrund war die Suche nach einem Erprobungsgelände mit extremen klimatischen Bedingungen zum Testen von auszulagernder Munition. Auf der Suche nach einem geeigneten Gebiet stieß man auf das Gebirgshochplateau Reiteralpe auf ca. 1700 Metern über NN mit jahreszeitlich bedingt hohen Temperaturunterschieden.

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Das Bild zeigt zwei Männer bei Bauarbeiten in einem Tunnel
Stollenausbau der Untertage-Anlage (Quelle: Bundeswehr/WTD 52)Größere Abbildung anzeigen

1962: Baubeginn der Untertage-Anlage

Ein wesentlicher Meilenstein in der Entwicklung der WTD 52 war der Bau der Untertage-Anlage. Seinerzeit waren die Planungen der Bundeswehr auf unterirdische Depots ausgerichtet, um Luftangriffen widerstehen zu können. Der bei der WTD 52 vorhandene Gebirgsstock bot sich an, ein Musterdepot zu errichten, um neue Bautechnologien und -prinzipien zu erproben. Im Laufe der Jahre wurde das Stollensystem durch neue Sprengstollen, Sonderprüfstände und Druckstoß-Simulatoren mehrfach erweitert.

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Die Abbildung zeigt eine Gondel der Seilbahn der Wehrtechnischen Dienststelle 52
Die Seilbahn der WTD 52 (Quelle: Bundeswehr/WTD 52)Größere Abbildung anzeigen

1965: Inbetriebnahme der Seilbahn

Seit dem Jahr 1965 verbindet eine Seilbahn den Talbereich mit dem Hochplateau. Sie überwindet den Höhenunterschied von 1036 Metern in nur 10 Minuten. Die Gesamtseillänge beträgt 2100 Meter, bei einer freien Seillänge von 1980 Metern bis zur einzigen Stütze. Ermöglicht wird der Transport von maximal 15 Personen oder 2000 Kilogramm Material. Die Seilbahn ist nicht nur eine logistische Unterstützungsleistung für den Bergerprobungsplatz, sondern wird auch als Plattform für unterschiedliche Untersuchungen genutzt.

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Die Abbildung zeigt den Stollenmund des Large Blast Simulators
Stollenmund des Large Blast Simulators (Quelle: Bundeswehr / WTD 52)Größere Abbildung anzeigen

1980: Erprobungsbeginn im Large Blast Simulator (LBS)

Der Large Blast Simulator (LBS) ist ein 110 Meter langer Tunnel mit einem Querschnitt von ca. 75 Quadratmetern. Mit Hilfe komprimierter Luft wird ein Luftstoß erzeugt. Damit wird die Wirkung von nuklearen- und konventionellen Waffen simuliert. Aufgrund der Abmessungen können im LBS Waffensysteme und Objekte im Originalmaßstab hinsichtlich ihrer Verwundbarkeit getestet werden.

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1995: Aufbau der Virtuellen Simulation an der WTD 52

Frühzeitig entschied sich die WTD 52 für den Aufbau eines Kompetenzzentrums für Numerische Simulation. Sie übernahm damit die Führungsrolle für die Simulation von Waffenwirkung und Schutz im Bereich der Bundeswehr. Die Numerische Simulation ermöglicht die drastische Reduzierung der Anzahl von Versuchen. Dies führt zu erheblichen Zeit- und Kosteneinsparungen und damit zu einem Gewinn an Flexibilität.

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Stand vom 22.04.2008

http://www.bwb.org